Neurodermitis
München

Neurodermitis, auch genannt:

• atopisches Ekzem
• atopische Dermatitis
• Neurodermitis atopica
• endogenes Ekzem
• konstitutionelles Ekzem

Der Begriff Neurodermitis (griech. neuron = Nerv, derma = Haut, -itis für Entzündung) stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Wie häufig ist Neurodermitis?

Das atopische Ekzem ist mit ihren Minimalvarianten ein häufiges Krankheitsbild. Analysen aus Deutschland zeigen auf, dass ca. 23 Prozent der Säuglinge, 8 Prozent der Schulkinder und 2 bis 4 Prozent der Erwachsenen Gesundheitsleistungen aufgrund der Neurodermitis nutzen (aus: Hautarzt 2009). Die Anzahl an Neurodermitis Erkrankungen hat sich seit den 40igern in Mitteleuropa vervielfacht. Als mögliche Auslöser dafür gelten in zunächst einmal veränderte Umweltbedingungen bzw. der westliche Lebensstil. Gerade in hochindustrialisierten Ländern (neben Mitteleuropa, USA und Japan) kommt das atopische Ekzem häufig vor. Es scheint jedoch eine „obere“ Grenze zu geben, denn neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass es in den letzten Jahren keine weitere Zunahme der Erkrankungshäufigkeit gab (aus: J Investig Allergol Clin Immunol).

Gibt es frühe Zeichen der Neurodermitis?

Auch wenn keine offensichtlichen Hautzeichen bestehen, weisen bereits einige Zeichen auf eine mögliche sogenannte Atopie hin. Unter Atopie versteht man eine genetisch determinierte Bereitschaft auf Reize mit einer allergischen bzw. immunologischen Reaktion zu reagieren. Die Zeichen haben einen Hinweischarakter und sind:

• verminderte Talgproduktion (Sebostase)
• besonders trockene Haut (Xerosis)
• Augenringe (periorbitaler halo)
• wenige Haare
• seitliche Lichtung der Augenbrauen (Herthoge Zeichen)
• Lidfalten (Dennie-Morgan)
• Juckreiz nach Baden und Duschen
• Wollunverträglichkeit

Zusammen mit Asthma bronchiale und Heuschnupfen bildet das atopische Ekzem (Neurodermitis) den sogenannten atopischen Formenkreis.
In unserer Praxis in München beraten wir Sie gerne hinsichtlich alternative Heilmethoden oder begleitenden Therapien.

Woher kommt die trockene Haut bei Neurodermitis?

Die trockene Haut der Neurodermitis ist bedingt durch fehlerhaft aufgebaute und ungenügend vorhandene Lipiddoppellamellen. Ein genetisch bedingter Mangel, sozusagen eine fehlende Bauanleitung für Filaggrin, ein essentielles Protein in der Hornschicht der Haut, führt zu einer fehlerhaften Verdichtung der Keratinozyten. Darüber hinaus fehlen oder sind die Abbauprodukte der Filaggrinpeptide vermindert. Dazu gehören hydrophile Aminosäuren und deren Metaboliten, die sehr wichtig für Wasserbindung und Flexibilität der Hornschicht (Stratum corneum) sind. In der Folge entsteht eine gestörte Barrierefunktion der Haut mit erhöhtem Wasserverlust, weniger Wasserbindungskapazität (durch geringeren Harnstoffgehalt), pH-Verschiebung zum basischen sowie einer verminderten zellulären Immunität. Die Haut wirkt glanzlos, fahl und grau mit rauer Oberfläche. Dazu kommen die verminderte Talgproduktion und verminderte Schweißsekretion, die den trockenen Effekt verstärken. Dieser Effekt ist gut untersucht, denn Atopiker schwitzen dreimal weniger als Hautgesunde. Geänderte Varianten des Filaggrin-Gens sind auch für die sogenannte Fischschuppenkrankheit oder Ichthyosis vulgaris verantwortlich.
In unserer Praxis in München beraten wir Sie gerne zur Fischschuppenkrankheit, der Psoriasis oder der Neurodermitis.

Ursachen der Neurodermitis

Neben der oben aufgezeigten Atopie, also einer erblichen Komponente, spielen wohl Immunantworten eine wichtige Rolle. Die Rolle von Zellen des Immunsystems, T-Zellen und Immunglobulin E gelten als gesichert (Werfel T. The role of leukocytes, keratinocytes, and allergen-specific IgE in the development of atopic dermatitis. J Invest Dermatol 2009). Zu den auslösenden Faktoren zählen Nahrungsmittelallergien, bakterielle Faktoren wie eine Besiedlung mit helicobacter pylori, Allergene sowie autoimmunologische Prozesse. Wie genau die Prozesse ablaufen ist ungeklärt und ist Gegenstand aktueller Forschung.

• Infektneigung
• Umwelteinflüsse
Ein weiterer Einflussfaktor bei der Neurodermitis ist Stress. Stress löst eine neurogene Entzündung aus. Das atopische Ekzem scheint von der nervalen Versorgung fast abhängig zu sein, so weisen halbseitig gelähmte Patienten oft nur noch auf einer Seite Neurodermitis Symptome auf. Auch psychosoziale Stressfaktoren wie Ängstlichkeit und Anspannung können Schübe auslösen und das Bild ein paar Tage verschlechtern. Verantwortlich für den Einfluss von Stress auf die Haut ist vorrangig das Neuropeptid Substanz P, dass entzündungsfördernde Zellen des Immunsystems aktiviert. Bei Neurodermitis Patienten kann im Blutplasma eine erhöhte Konzentration von Substanz P gemessen werden (Kimata, H. 2003). Es ist auch verantwortlich für den typischen dazugehörigen Juckreiz. Weitere Faktoren betreffen klimatische Einflüsse wie extreme Kälte und/oder Trockenheit, hohe Luftfeuchtigkeit, und hormonelle Faktoren (Schwangerschaft, Menstruation).
In unserer Praxis in München begeben wir uns auf Ursachensuche, um mögliche Auslöser zu identifizieren.

In Kürze: vermutete Ursachen
– Immunantworten
– Nahrungsmittelallergien
– Bakterielle Faktoren
– Allergene
– Gene

Begünstigende Faktoren
– Psychosoziale Faktoren wie Stress
– Klima
– Infekte
– Zigarettenrauch

Sie wollen wissen, ob eine Nahrungsunverträglichkeit oder eine Allergie dahintersteckt? Wir in unserer Naturheilpraxis für ganzheitliche Dermatologie in München beraten Sie gerne.

Wie sieht die Neurodermitis aus?

Am Anfang steht bei der Diagnose der Neurodermitis bei uns in der Praxis in München das Heilpraktiker-Patienten Gespräch und eine körperliche Untersuchung. Der Schweregrad wird mittels dem Scoring Atopic Dermatitis Index (SCORAD) festgelegt – hier wird das Ausmaß und die Intensität dokumentiert. Darunter fallen der betroffene Bereich, Rötungen, Trockenheit oder Ausbildung von Ödemen.
Neurodermitis: typische Symptome

  • starker Juckreiz
  • trockene, rote, raue Hautstellen (ausgebreitetes Ekzem mit Schuppung)
  • chronische oder regelmäßig auftretende nässende, teils verkrustete Areale und bei der chronischen Form durch Kratzen verdickte Hautareale (Lichenifikation) vor allen mit zunehmenden Alter an den Beugeseiten
  • regelmäßige Hautinfektionen, sog. Sekundärinfektionen (zumeist Staphylokokken), aber auch virale Infektionen
  • andere atopische Erkrankungen des Betroffenen selbst sowie Neurodermitis oder eine andere atopische Erkrankung (Heuschnupfen, Asthma bronchiale) im Verwandtenkreis

Bei Kindern zwischen 0-2 Jahren sind meist Ekzeme im Bereich des Gesichtes, Kopfes sowie an den Streckseiten erkennbar. Später sind Beugeekzeme typisch. Bei Erwachsenen oft typische Ekzeme sind Beugeekzeme, Handekzem, Gehörgangsekzem, Brustwarzenekzem, Lidekzem oder Vulvaekzem.
Abzugrenzen ist das atopische Ekzem vom allergischen Kontaktekzem, toxischem Ekzem, dem mikrobiellen Ekzem oder dem kutanen T-Zell-Lymphom. Bei Säuglingen erfolgt die Abgrenzung zum seborrhoischen Ekzem. Auch an andere Autoimmunerkrankungen, die Hautveränderungen zeigen ist zu denken.

Naturheilkunde bei Neurodermitis

Zunächst ist es wichtig zu versuchen, die möglichen Ursachen herauszufinden. Dann gilt es mögliche Allergene zu meiden bzw. bei Nahrungsmittelallergien entsprechende Ernährungsempfehlungen einzuhalten.
Basistherapie: hier gilt es die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen
Wichtig ist die sorgfältige und regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Substanzen. Wir in unserer Praxis in München beraten Sie gerne hinsichtlich möglicher lokaler geeigneter Salben. Oftmals haben Patienten mit Neurodermitis eine ganze Salbenapotheke zuhause, da eine Salbe manchmal plötzlich nicht mehr die gewünschte Wirkung zeigt. Ihr erfahrener Heilpraktiker hilft Ihnen gerne eine Vielfalt an möglichen Salben – von feucht zu fettig – aufzubauen. Zur Basistherapie gehört auch, dass Sie möglichst keine aggressiven Seifen oder Desinfektionsmittel verwenden.
Lokale Therapie: Äußerliche Behandlung während eines akuten Schubs
Schulmedizinisch werden vor allem zwei Wirkstoffgruppen (auch systemisch) eingesetzt.
Glukokortikosteroide (kortisonhaltige Präparate), welche die überschüssige Immunreaktion des Körpers unterdrücken und
Calcineurin-Hemmer, welche die an der Entzündung beteiligten weißen Blutkörperchen beeinflussen
Antihistaminika (Antiallergika): Bei starkem Juckreiz
Mit alternativen Heilverfahren verfolgt Ihr erfahrener Heilpraktiker in München das Ziel, den Einsatz von Medikamenten mit Nebenwirkungen zu verringern. Auf der Basis der Ursachenanalyse kann versucht werden, die auslösenden Faktoren auf ein Minimum zu reduzieren.

Weitere Naturheilverfahren

Lichttherapie (Phototherapie):
Die betroffenen Bereiche werden mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) in zunehmender Dosis bestrahlt. Mit „BlueControl“ von einem bekannten Hersteller, kann die Therapie auch sanft und ohne UV-Licht erfolgen. Hier wird mit gepulstem blauen LED-Licht auf einer Wellenlänge von 453 Nanometern gearbeitet.
Ganzheitlicher Ansatz bei uns in München:
In der Naturheilkunde ist die Haut nie isoliert zu sehen, sondern vielmehr im gesamten Kontext des Körpers, seiner funktionellen Prozesse sowie dem Geist. Daher gehören bei der Therapie des atopischen Ekzems bei uns in der Praxis in München immer auch mögliche Zusammenhänge mit Psyche, Organe und hier vor allem die Ausscheidungsorgane zur Therapie. Da ist zunächst die Leber/Galle zu nennen, die Nieren und auch der Darm. Hier können Probiotika eine Rolle spielen. Diese sind im Rahmen der atopischen Dermatitis ein stark unterschätztes Forschungsgebiet. Bisher gibt es keine zuverlässigen Beweise, die ihre sichere Anwendung nachdrücklich unterstützen. Dennoch könnte die regelmäßige Einnahme von Probiotika dazu beitragen, die Auslösung von Ekzemen zu vermeiden. Gerade der Einsatz von Antibiotika, die Ernährung, die Art der Entbindung und die Umgebung im Haushalt, wirken sich auf die Zusammensetzung des Mikrobioms. Hier könnten gezielt eingesetzte Probiotika unterstützen, wobei zuvor eine ausreichende Diagnostik stehen sollte.

Ihr erfahrener Heilpraktiker in München berät Sie gerne hinsichtlich möglicher Ursachen und alternativer Heilmethoden. Vereinbaren Sie einfach einen Termin.

Kontaktieren Sie uns

call blue phone - Neurodermitis München 089-18913019

call blue email - Neurodermitis München [email protected]

call blue location - Neurodermitis München Brudermühlstr. 36 81371 München

Map2 1 - Neurodermitis München

call blue phone - Neurodermitis München  089-18913019

call blue email - Neurodermitis München  [email protected]

call blue location - Neurodermitis München Brudermühlstr. 36 81371 München

Map2 - Neurodermitis München