Autoimmunerkrankungen
und Haut in München

Autoimmunerkrankungen sind Erkrankungen, bei denen das Immunsystem nicht zwischen fremdem und eigenem unterscheiden kann und so Zellen des eigenen Körpers angegriffen werden. Dies können sehr spezifisch sein, wie zum Beispiel die Thyroxin-Peroxidase an der Schilddrüse bei Hashimoto. Es können jedoch auch sehr systemische Prozesse beeinflusst werden. Beispielhaft sei hier die Zerstörung von DNA-Bestandteilen genannt, wie bei der Erkrankung Lupus erythematodes. Im Blut können meist bestimmte Antikörper (Autoantikörper) nachgewiesen werden, die wichtig für die Diagnosestellung sind.

Wodurch diese „Fehlsteuerung“ des Immunsystems ausgelöst wird, ist immer noch nicht vollständig geklärt. Oftmals spielt jedoch die Genetik eine Rolle, aber auch Umweltfaktoren, Infektionen, Stress und auch Medikamente werden diskutiert. Oft werden auch chronische Infektionen beispielsweise mit Epstein-Barr diskutiert. Autoimmunerkrankungen können viele Körperbereiche betreffen. Dazu gehört die Schilddrüse, der Magen-Darm-Trakt, Bindegewebe und Kollagenstrukturen, das zentrale Nervensystem und die Haut. Wir konzentrieren uns in der Darstellung auf die wichtigsten Autoimmunkrankheiten der Haut.

Autoimmunerkrankungen der Haut

Bei der Haut gibt es einige Immunerkrankungen, die verschiedene Ausprägungen haben können. Oft betreffen diese, wie meist bei der Haut, den gesamten Körper.

Psoriasis

Eine typische Erkrankung der Haut, bei der angenommen wird, dass sie autoimmun bedingt ist und im Zusammenhang mit Umweltfaktoren ausbricht.
Lesen Sie hier mehr zur Diagnostik und Behandlung der Psoriasis bei uns in München.

Neurodermitis

Die Neurodermitis, auch atopische Dermatitis, wird heute in einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren gesehen. Am wichtigsten sind die gestörte Barrierefunktion der Haut und die genetisch bedingte Neigung des Immunsystems, überschießend auf harmlose Reize aus der Umwelt zu reagieren. Ob der Prozess autoimmun oder im Rahmen einer allergischen Reaktion immunbedingt ist, nicht abschließend geklärt. Immunantworten spielen wohl jedoch eine wichtige Rolle. Insbesondere die Rolle von Zellen des Immunsystems, T-Zellen und Immunglobulin E, gilt als gesichert.
Lesen Sie hier mehr zur Diagnostik und Behandlung der Neurodermits bei uns in München.

Kollagenosen: Sklerodermie, Lupus erythematodes, Bullöses Pemphigoid

Die Sklerodermie gehört zu den Kollagenosen. Eine uneinheitliche Gruppe von bestimmten Autoimmunerkrankungen, die sich bei systemischem Befall vorwiegend an Bindegewebe und Blutgefäßen abspielen. Die begrenzt auftretende, systemische Sklerodermie betrifft nur die Haut oder bestimmte Hautpartien und wird auch als CREST-Syndrom bezeichnet. Dabei kommt es zu gespannter Haut im Gesicht, an den Ellenbogen und an den Knien sowie möglicherweise zu einer gastroösophagealen Refluxkrankheit. Der Verlauf ist schleichend und ein Rückgang der Erscheinungen ist bisher nicht bekannt. Auch wenn die Hauterscheinungen der Erkrankung als stark stigmatisierend und unangenehm erlebt werden, sind die systemischen Formen der Erkrankung wesentlich problematischer, denn diese können über die Zeit zu Gefäßverschlüssen führen, zu einer Verminderung der Nierenfunktion, zur Verminderung der Leberfunktion, zur Verminderung der Lungenfunktion und damit langfristig zum Multiorganversagen. Daher ist bei einer Sklerodermie immer auch an die inneren Organe und Gefäße zu denken.

Diskoider Lupus erythematodes (DLE), ist eine Form, die nur die Haut betrifft. Dabei entstehen scharf abgegrenzte, runde, rote Flecken auf der Haut, die abschuppen und an den betroffenen Stellen zu Narbenbildung und Haarausfall führen können. Der Erscheinungen konzentrieren sich auf Hautbereiche, die dem Licht ausgesetzt sind: Gesicht, Kopfhaut oder an den Ohren. Generell treten Hautausschläge bei Lupus erythematodes meist in Form einer schmetterlingsförmigen Rötung am Nasenrücken und den Wangen (sogenannte Schmetterlingsflechte) auf. Seltener sind Hautausschläge oder wunden Stellen an den Schleimhäuten meist im Mund vorhanden. Bei ca. 10 % der Betroffenen können klassische Lupus-Symptome, z. B. an Gelenken, Nieren und Gehirn, auftreten. Betroffene sollten regelmäßig untersucht werden, um Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen.

Bullöses Pemphigoid

Bei der Erkrankung Bullöses Pemphigoid kommt es zu einer starken Blasenbildung der Haut. Auch diese Autoimmunerkrankung gehört zur Gruppe der Kollagenosen. Die Blasenbildung erfolgt durch einen antigenen Antikörperkomplexes im Rahmen einer allergischen Reaktion vom Typ II im Komplementsystem. Auch Druck und äußere Reize können zu einer Bildung von Quaddeln an der Haut führen. Bei ca. 20 bis 30 % kann es zusätzlich zu Veränderungen an der Mundschleimhaut kommen. Risikofaktoren sind Infektionen mit Staphylokokken oder Streptokokken. Diagnostisch sind beispielsweise Nahrungsmittelallergien mit in Betracht zu ziehen. Wichtig ist es auch die Umweltfaktoren mit in Betracht zu ziehen. Dazu gehören Belastungen mit Formaldehyd, Weich-macher, Zahnmaterial, Schwermetall, Schimmel und das Überprüfen der persönlichen Kosmetikprodukte oder Waschmittel.

Wir in München beraten Sie gerne, bei chronischen autoimmunbedingten Hauterkrankungen.

Weiße Hautstellen

Vitiligo eine Autoimmunerkrankung gegen die Melanozyten? Ob es sich tatsächlich um einen autoimmunen Prozess handelt ist unklar. Ein Nachweis von Autoantikörpern steht aus. Die sogenannte Weißfleckenkrankheit zeigt sich, wie der Name sagt, in weißen Flecken auf der Haut. Für die Vitiligo wird in letzter Zeit als Behandlungsmöglichkeit eine Hochdosistherapie mit Vitamin D aufgezeigt.

Dermatitis herpetiformis Duhring

Die Dermatitis herpetiformis ist eine chronische, autoimmune Hauterkrankung, die stark mit der Zöliakie verbunden ist. Typisch sind Anhäufungen von stark juckenden, mit Hautrötung einhergehenden Erscheinungen, mit Bläschenbildung. Meist sind diese symmetrisch auf den Streckseiten verteilt. Die Antikörper richten sich hier gegen Zellen innerhalb der Haut. Oft tritt bei Patienten mit Zöliakie eine Zerstörung der Darmzotten und eine Reaktion gegen die Haut auf. Teilweise zeigt sich diese Erkrankung auch ähnlich einer Akne. Dann tritt sie nur im Gesicht und an den Schultern auf – es besteht Verwechslungsgefahr mit starker Akne. Hier ist ein vollständiger Verzicht auf Gluten angezeigt.

In unserer Praxis in München haben wir uns zum Ziel gemacht, ursächlich zu behandeln und Symptome zu verbessern. Dazu gehört als wichtiger Bestandteil die Suche nach Ursachen und Auslösern, sowie deren mögliche Beseitigung. Faktoren wie Belastungen aus Beruf, Umwelt, Medikamente, oder Schwermetalle gilt es zu identifizieren und zu reduzieren. Oftmals besteht bei Autoimmunerkrankungen erhöhter Bedarf an Nährstoffen, Aminosäuren, Vitaminen und Fettsäuren. Die Haarmineralanalyse kann hier hilfreich sein.

Sinnvoll und individuell kombinierte Maßnahmen bei uns in der Praxis in München, wie Darmsanierung, Ausleitungsverfahren, gezielter Einsatz pflanzlicher Mittel, antientzündliche Maßnahmen, Entgiftung der Leber, und orthomolekulare Medizin können einen Beitrag leisten, Symptome zu lindern.

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